In Deutschland finden jährlich ca. 10.000 Selbstmorde statt. Suizidversuche liegen nach Schätzungen bei 100.000 bis 150.000. So kommen weit mehr Menschen durch eigene Hand ums Leben als im Straßenverkehr, durch Aids oder illegale Drogen (G. Fiedler, Psychologie Heute, 1, 2010). Prinzipiell hat jeder Mensch das Recht, über sein Leben und sein Lebensende selbst zu entscheiden. Wer am Leben leidet, darf es selbst beenden. Seine Entscheidung ist rechtsverbindlich, auch für den Arzt. Ohne auf die Beweggründe eines Selbstmordes eingehen zu wollen:
Norbert Erlemeier. Rezension vom 23.03.2011 zu: Boudewijn Chabot, Christian Walther: Ausweg am Lebensende. Ernst Reinhardt Verlag (München) 2011. 2., aktualisierte Auflage. 173 Seiten. ISBN 978-3-497-02220-5. In: socialnet Rezensionen, ISSN 2190-9245, http://www.socialnet.de, Datum des Zugriffs 08.04.2011.
Viele möchten alt werden und möglichst lange gesund und fit bleiben. Dennoch kommt irgendwann die Zeit, in der das nicht mehr funktioniert. Die Beschwerden einer Erkrankung oder des Alters zehren unermüdlich an den Kräften und man fragt sich, was das Ganze noch soll. Unversehens findet man sich mitten im «langen Sterben» (A. E. Imhof) und merkt: Nicht nur das Leben ist länger geworden, sondern auch das Sterben. Darauf gibt es verschiedene Reaktionen. Eine davon stellen die Autoren des erwähnten Buchs ausführlich vor.